Ostrov svatého Kiliána, Flussinsel am Zusammenfluss von Moldau und Sasau, Tschechische Republik.
Ostrov svatého Kiliána ist eine kleine Insel an der Mündung der Vltava und Sázava, die etwa 3 Hektar groß ist und sich über etwa 400 Meter von Norden nach Süden erstreckt. Ihre steilen Ufer sind durch Steinmauern vor Wassererosion geschützt.
Ein Benediktinerkloster wurde 999 vom Herzog Boleslaus II. gegründet und war damit eine der ältesten Mönchsgemeinschaften in den böhmischen Ländern. Die Anlage wurde 1420 durch hussitische Kräfte zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.
Der Ort trägt den Namen des heiligen Kilians, eines irischen Missionars, dessen Verehrung im Mittelalter in Mitteleuropa verbreitet war. Besucher können heute noch die spirituelle Atmosphäre des ehemaligen Klosters spüren, die sich in den steinernen Überresten widerspiegelt.
Um die Insel zu erreichen, ist man auf ein Boot angewiesen, da keine Brücken sie mit dem Festland verbinden, wobei mehrere Anlegestellen wie ein Dock und ein Strandbereich zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich, die Insel bei guten Wetterbedingungen zu besuchen, um sicher auf die Insel und zurück zu gelangen.
Archäologische Grabungen haben Überreste einer romanischen Basilika, Bodenfliesen und Grabsteine von Äbten aus dem 14. Jahrhundert freigelegt. Diese Funde geben Einblick in das tägliche Leben und die religiöse Praxis der mittelalterlichen Mönchsgemeinschaft.
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