Palais Nostitz, Barockpalast in der Kleinseite, Prag, Tschechische Republik.
Der Nostitzpalast ist ein Barockgebäude in der Prager Altstadt mit einer prächtig gestalteten Fassade, auf deren Balustrade Kaiserskulpturen thronen. Die Außenmauern zeigen aufwendig durchgebildete Stuckdekorationen, die dem Palais seinen repräsentativen Charakter verleihen.
Das Gebäude entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, als Graf Jan Hartvig Nostitz vier ältere Häuser an diesem Ort abreißen ließ. Die Bauarbeiten spiegeln die Ambition des Prager Adels wider, repräsentative Wohnbauten nach europäischen Vorbildern zu errichten.
Das Palais diente lange Zeit als Kunstsammlung und prägt bis heute die Kultur Prags durch seine Rolle in der Gründungsgeschichte der Nationalgalerie. Die Räume bewahren eine bedeutende Bibliothek und zeugen von der Leidenschaft des Adels für Kunstförderung.
Das Gebäude wird heute vom Kulturministerium der Tschechischen Republik genutzt und liegt zentral in der Altstadt, gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Standort in Malá Strana bietet einfachen Zugang zu anderen Sehenswürdigkeiten und Museen des Viertels.
Der italienische Architekt Francesco Caratti entwarf das Palais und setzte dabei Gestaltungsprinzipien um, die er auch beim Cernin-Palast anwendete. Diese Verbindung zeigt, wie einzelne Architekten den Barokstil in Prag nachhaltig geprägt haben.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.