Malenisko, Wallfahrtsort in Řetechov, Tschechische Republik.
Malenisko ist ein katholischer Wallfahrtsort am Hang des Brda-Kamms in den Vizovice-Bergen, etwa 1 km südöstlich von Provodov und 7 km westlich von Luhačovice. Die einschiffige Kirche Mariä Schnee mit dreiseitiger Apsis wurde 1850 erweitert; daneben steht ein moderner Freialtar. Am Fuß des nächsten Anstiegs liegen eine Kapelle von 1865 und eine Quelle mit „heiligem Wasser“, und ein steiler Kreuzweg mit Steinreliefs führt zu einer Kapelle auf dem Kamm.
Die Wallfahrtsstätte stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert, als der Legende nach die Müllerin Anna Vlaštovicová von der Dolní provodovský mlýn an einer Waldquelle von einer Augenkrankheit geheilt wurde. Ab 1712 kamen Pilger aus der Umgebung. Graf Wolfgang Serényi ließ an der Quelle eine Holzkapelle errichten, die 1734 durch einen gemauerten einschiffigen Kirchenbau ersetzt wurde, geweiht am 5. August 1735 und 1752 erweitert; seine heutige Gestalt erhielt er 1850.
Der Kreuzweg mit Steinreliefs zeigt die Verehrung der Gottesmutter an diesem Ort, wo Pilger seit Jahrhunderten zum Beten kommen. Die Darstellungen entstanden nach dem Ersten Weltkrieg und prägen bis heute das Aussehen des Weges.
Der Ort liegt auf einer Anhöhe, was bedeutet, dass Besucher mit etwas Steigung rechnen sollten, wenn sie auf dem Kreuzweg hinaufgehen. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und ausreichend Zeit für den Rundgang einzuplanen.
Die Kirche birgt ein Gemälde der stillenden Gottesmutter (Maria lactans), ein in den böhmischen Ländern seltenes Motiv. Dorota Jahodíková aus Pašovice stiftete es aus Dank für eine Heilung; um 1710 in Wien gekauft, erhielt es später Kronen für Maria und das Kind. Ursprünglich hing es an der Quelle, heute hängen Nachbildungen an Quellen der umliegenden Wälder.
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