Palác Metychů z Čečova, Renaissancepalast in Malá Strana, Tschechische Republik
Palác Metychů z Čečova steht am Velkopřevorské náměstí in der Prager Malá Strana; den Eingang bildet ein rustiziertes Portal von um 1600. Der unregelmäßige zweigeschossige Bau hat drei Flügel um einen kleinen Ehrenhof, in dem Sgraffiti, Pawlatschen und ein Lukarnengiebel erhalten sind. Die elfachsige Ostfassade über der Čertovka ist spätbarock bis klassizistisch und reichlich gebändert.
Der Palast entstand aus vier Häusern: Kryštof Metych z Čečova besaß in den 1580er Jahren eines, und sein Umbau von 1586 schuf den Renaissancekern. Nach 1617 wurde unter Isabela Braitšvartová ein westliches Nachbarhaus hinzugefügt; Jan Alsterla z Astfeldu erwarb 1641 alle Häuser und veränderte sie 1675. Die Hrzánové z Harasova, seit 1702 Eigentümer, vereinigten den Palast um 1749.
Der Palast beherbergte ab dem 4. Oktober 1832 den von Professor Alois Klar gegründeten Verein zur Erziehung, Beschäftigung und Versorgung der Blinden in Böhmen. An diesem Tag wurden fünf Blinde aufgenommen, die dort bis zur Eröffnung des Instituts in Klárov blieben.
Der Palast ist heute ein geschütztes Kulturdenkmal der Tschechischen Republik und wird als Privateigentum gepflegt, daher ist der Zugang für Besucher begrenzt. Von außen können Interessierte die architektonischen Details und die Lage am Wasserlauf bewundern, ohne das Innere betreten zu müssen.
Das Tschechische Musikmuseum lagerte seine Sammlungen im Palast, bis die Überschwemmungen von 2002 den Keller mit den dort verwahrten Dokumenten überfluteten. Beschädigte Stücke kamen in Gefrierboxen nach Brünn, um schrittweise restauriert zu werden; die Sammlungen wurden in ein geeigneteres Depot verlegt.
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