Památník Velké Moravy, Archäologisches Museum in Staré Město, Tschechische Republik
Das Památník Velké Moravy ist ein Museum, das auf den Grundmauern einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert errichtet wurde und Funde aus dieser Zeit präsentiert. Die Sammlung umfasst Keramik, Metallgegenstände und Knochenfunde sowie rekonstruierte Objekte, die ein Bild des Lebens in dieser Epoche vermitteln.
Die ersten Grabungen fanden 1887 und 1889 statt, doch eine 1897 eröffnete Sandgrube zerstörte jährlich Dutzende Gräber, die man für Reste des Dreißigjährigen Krieges hielt. Nach dem Fund eines goldenen Ohrrings 1924 leitete Antonín Zelnitius ab 1928 die Rettungsgrabungen; Vilém Hrubý nahm die Arbeiten 1948 wieder auf und legte 1949 die Fundamente einer Saalkirche mit halbrunder Apsis frei, der ersten nachgewiesenen großmährischen Architektur des Landes.
Der Name der Stätte verweist auf Großmähren; die Gedenkstätte wurde 1961 mit der Ausstellung „Veligrad – Staré Město“ eröffnet. Vilém Hrubý, der die Grabungen ab 1948 leitete, gestaltete später die Ausstellung „Velkomoravské Staré Město“ von 1985 zum 1.100. Todestag des Erzbischofs Method.
Die Gedenkstätte liegt am Hang Na Valách über der Jezuitská-Straße, im Bereich zwischen Velkomoravská, Na Hradbách und Antonína Zelnitiuse. Das Gebäude wurde 1964 wegen technischer Probleme geschlossen und erst 1966 wieder geöffnet; prüfen Sie die Öffnungszeiten vor der Anreise.
Das Gebäude steht an der Stelle, an der Vilém Hrubý 1949 die verfüllten Fundamentgräben einer Saalkirche mit Hufeisenapsis freilegte – der ersten im tschechischen Gebiet nachgewiesenen Architektur aus großmährischer Zeit. Über den Fundamenten wurde zunächst ein provisorischer Holzunterstand errichtet, bevor 1959–1960 die Gedenkstätte gebaut wurde.
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