Pankrácká sekyrárna, Hinrichtungszellen im Gefängnis Pankrác, Prag, Tschechische Republik
Pankrácká sekyrárna ist eine Hinrichtungskammer im Gefängnis Pankrác in Prag, die eine originale Guillotine aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs enthält. Der Raum zeigt die physische Einrichtung und Struktur dieser Gedenkstätte mit erhaltenen Geräten und Dokumentationen aus mehreren Jahrzehnten.
Die deutsche Besatzungsverwaltung richtete im Gefängnis Pankrác ein Polizeigefängnis ein und nutzte ab 5. April 1943 die Zellen 29–31 als Hinrichtungsstätte. Bis zum 26. April 1945 enthauptete der Scharfrichter Alois Weiss mit seinen Gehilfen 1.075 Menschen (920 Männer und 155 Frauen) mit der Guillotine. Anfang Mai 1945 zerlegten die Deutschen die Guillotine und warfen sie in die Moldau; Taucher bargen sie zwei Monate später.
Die drei Zellen tragen den Namen nach dem hier einst verwendeten Beil (sekyra), obwohl die Hinrichtungen mit der Guillotine vollzogen wurden. Die Verurteilten durften in einer Vorbereitungszelle vor der Hinrichtung einen letzten Brief schreiben, und die Guillotine wurde am Kriegsende in der Moldau unter der Karlsbrücke versteckt.
Die drei Zellen gehören zum Pankrác-Memorial, das vom Kabinett für Dokumentation und Geschichte des tschechischen Gefängnisdienstes verwaltet wird. Hinrichtungen fanden nur dienstags und donnerstags statt, stets nach derselben Ordnung, ab 8:30 Uhr mit der Verlesung der Namen. Die Deutschen zerlegten die Guillotine in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 1945 und warfen sie in die Moldau; Taucher bargen sie zwei Monate später beim vierten Brückenpfeiler.
In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 1945 zerlegten die Nazis die Guillotine und warfen die Teile unter der Karlsbrücke in die Moldau; zwei Monate später bargen Taucher sie beim vierten Brückenpfeiler und sie kam an ihren Platz zurück. Der Hinrichtungsraum wurde zudem mit 360 kg Ekrasit gefüllt, doch die Sprengung misslang.
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