Mlýnská brána, Mittelalterliches Stadttor in Kroměříž, Tschechische Republik
Die Mlýnská brána ist das letzte erhaltene Tor der einstigen Befestigung von Kroměříž und schließt an das Erzbischöfliche Schloss an. Ihre heutige Gestalt erhielt sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, teils nach einem Entwurf des Architekten Antonín Arche; an der Turmfassade ist ein Fragment frühbarocker Malerei erhalten.
Das Tor wurde als Teil der Stadtbefestigungen errichtet und ermöglichte den Zugang zu wichtigen Einrichtungen wie der Münzstätte, Mühle und Brauerei außerhalb der Stadtmauern. Im 19. Jahrhundert verschwanden andere ursprüngliche Tore der Stadt, während dieses erhalten blieb.
Das Tor zeigt Reste einer frühen Barockmalerei an seiner Fassade, die an die Arbeiten des Bischofs Karl II. von Liechtenstein in Kroměříž erinnert. Diese visuellen Spuren erzählen von der künstlerischen Prägung der Stadt durch die Kirchenherren.
Das Tor liegt in der Stadt und ist zu Fuß leicht erreichbar; seine Position an der alten Stadtgrenze macht es zu einem natürlichen Punkt während eines Rundgangs. Besuchende sollten beachten, dass die Zugänglichkeit je nach Saison und laufenden Instandhaltungsarbeiten variieren kann.
Ihren Namen verdankt die Mühltor genannte Brücke dem Weg, der einst durch sie zur herrschaftlichen Mühle, zur bischöflichen Münze und zum bischöflichen Brauhaus in der Malzvorstadt führte. Sie wurde vom Bischof verwaltet und von dessen Garde bewacht.
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