Münzschatz von Podmokl, Keltischer Münzschatz in Podmokly, Tschechische Republik
Der Schatz von Podmokl ist eine Sammlung aus Tausenden keltischen Goldmünzen, die 1771 nach starken Regenfällen an einem Bachrand freigelegt wurden. Die Münzen befanden sich ursprünglich in einem bronzenem Kessel und wurden als Gesamtfund von großem archäologischem Wert mit etwa 40 bis 50 Kilogramm Gewicht dokumentiert.
Der Schatz stammt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus und war von Kelten in der Erde verborgen worden, bis natürliche Erosion ihn 1771 freisetzte. Ein Arbeiter namens Janota hielt die Münzen zunächst für Messingknöpfe, bevor der Fund erkannt und dem Fürsten Karl Egon von Fürstenberg übergeben wurde.
Der Fund zeigt, wie wohlhabend und vernetzt die keltische Bevölkerung dieser Region war. Die Münzen wurden offenbar über längere Zeit gesammelt und an einem sicheren Ort verborgen, was auf wirtschaftliche Stabilität und Handelskontakte hinweist.
Die Originalfunde werden heute in den Sammlungen des Nationalmuseums aufbewahrt und können dort besichtigt werden. Es empfiehlt sich, das Museum vorab zu kontaktieren, um aktuelle Ausstellungsinformationen zu erfragen, da nicht alle Stücke ständig öffentlich zugänglich sind.
Nach der Entdeckung wurde der Großteil der Münzen nicht wissenschaftlich untersucht, sondern sofort eingeschmolzen und in Theresia-Dukaten umgeprägt. Diese drastische Umwandlung bedeutete den Verlust unzähliger historischer Informationen über die keltische Währung und ihre Herkunft.
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