Neues Landhaus, Öffentliches Gebäude und Archiv in Veveří, Tschechische Republik
Das Neue Landhaus steht am Žerotínovo náměstí 3 am Südrand des Brünner Viertels Veveří. Es wurde 1905–1907 nach dem Entwurf von Ferdinand Hrach erbaut; seine Fassade ist von neobarocken Formen geprägt, mit einer Kuppel, die das mährische Wappen trägt und von zwei allegorischen Frauengestalten flankiert wird. Die unteren Geschosse sind stark rustiziert, und das Innentreppenhaus wird von Karyatiden getragen.
Das Nový zemský dům wurde 1905–1907 nach Plänen Ferdinand Hrachs, eines Hauptvertreters des Brünner Späthistorismus, als Verwaltungsgebäude für Mähren errichtet, da der Landtagssaal nicht mehr ausreichte. Es diente ununterbrochen der öffentlichen Verwaltung: Regionaler Nationalausschuss, Außenstelle des Obersten Gerichts, Kataster- und Finanzamt sowie das Mährische Landesarchiv bis 2008. Nach den Regionalwahlen 2000 zog die Bezirksverwaltung der Südmährischen Region ein, seit 2008 ist auch das Archiv der Masaryk-Universität hier untergebracht.
Das Gebäude trägt Reliefs an seinen Fassaden, die verschiedene menschliche Tugenden darstellen und von Besuchern leicht wahrgenommen werden können. Diese dekorativen Elemente spiegeln die Bedeutung wider, die die Erbauer diesem Ort beimaßen.
Der Zugang ist während der normalen Geschäftszeiten möglich, wobei geführte Besichtigungen auf Anfrage arrangiert werden können. Besucher sollten beachten, dass Teile des Gebäudes aufgrund von Verwaltungsarbeiten manchmal nicht zugänglich sein können.
Das Gebäude diente mehrfach als Drehort, meist als Gerichtsgebäude (Anděl blažené smrti, Zrozen bez porodu) oder als Bank (36. Folge von Četnické humoresky, „Pojistka“). Wer an der Fassade vorbeigeht, ahnt selten, dass er eine Filmkulisse betrachtet.
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