Mydlář House, Renaissancehaus in Chrudim, Tschechische Republik
Das Mydlář-Haus ist ein dreistöckiges Gebäude mit fünfbogigen Loggien auf der ersten und zweiten Etage, die von toskanischen Säulen getragen werden und Steinreliefs mit menschlichen Figuren zeigen. Das Haus wurde ursprünglich als Wohngebäude errichtet und beherbergt heute ein Museum, das sich der Puppenkunst widmet.
Das Haus wurde zwischen 1573 und 1577 von Matěj Mydlář, einem wohlhabenden Seifer- und Kerzenhersteller, aus einer gotischen Struktur umgebaut und erhielt dabei Renaissancemerkmale. Später fügte Daniel Mydlář zwei charakteristische Türme hinzu, die das Aussehen des Gebäudes prägen.
Das Haus diente lange Zeit als Wohngebäude einer wohlhabenden Familie und wurde später zu einem Museum umgewandelt, das die Puppenkultur bewahrt. Heute können Besucher sehen, wie die Räume eingerichtet sind und welche Bedeutung Puppentheater in verschiedenen Kulturen hat.
Das Museum ist für Besucher zugänglich, wobei einige Eingänge teilweise barrierefrei gestaltet sind, und bietet Forschungseinrichtungen sowie eine Bibliothek vor Ort. Es wird empfohlen, sich vorher über die genauen Öffnungszeiten zu informieren und die Treppen der historischen Struktur zu beachten.
Das Gebäude enthält eine umfangreiche Sammlung von etwa 50.000 Exponaten, darunter rund 11.000 Marionetten aus verschiedenen Ländern und Kulturen, die eine seltene Perspektive auf weltweite Puppentraditionen bieten. Diese Vielfalt macht es zu einer außergewöhnlichen Sammlung für alle, die sich für traditionelle Puppenspieltechniken interessieren.
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