Kupferberg, Berggipfel im Bezirk Liberec, Tschechische Republik
Měděnec ist ein kegelförmiger Gipfel von 777 m im Libverda-Bergland, einem Teil des Isergebirges, 2,5 km südöstlich von Nové Město pod Smrkem im Bezirk Liberec. Seine West- und Südflanken fallen steil zum Sattel des Ztracený potok ab, an den Hängen stehen keine Gebäude; auf dem Gipfel stand früher nur ein kleiner hölzerner Aussichts- oder Beobachtungsturm.
Der Zinnbergbau um Nové Město pod Smrkem begann 1576; in den 1580er Jahren holten die Redern Bergleute aus dem Erzgebirge und Tirol, die am Měděnec siebzehn Stollen öffneten, darunter Erasmus und Petr a Pavel. Bis 1622 gab es siebzig Bergwerke, doch nach dem Wechsel zu den Gallas sanken die Erträge und die Bergleute wandten sich Sägemühlen und Textilien zu.
Der deutsche Name des Berges, Kupferberg, bedeutet „Kupferberg“, doch das ab den 1570er Jahren hier geförderte Erz war vor allem Zinn, aus dem Schüsseln, Teller, Leuchter und sogar Särge gefertigt wurden. Der Legende nach geht in den verlassenen Stollen der Berggeist um, der Geist eines Grubenaufsehers, der die Bergleute vor Unglück warnt.
Besucher sollten festes Schuhwerk und Wetterschutz mitbringen, da die hohere Lage der Gipfelregion oft kubler und windiger ist. Die beste Zeit zum Wandern ist von Mai bis Oktober, wenn die Wege trocken und sicher sind.
Auf dem Gipfel stand noch während des Zweiten Weltkriegs ein kleiner hölzerner Aussichts- oder Beobachtungsturm, wahrscheinlich ein trigonometrisches Signal der ersten Ordnung. Heute führt kein Weg direkt zum Gipfel, doch die Waldwege an den Hängen werden vom Singltrek pod Smrkem genutzt.
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