Burg Pušperk, Burgruine in Pušperk, Tschechische Republik.
Pušperk Schloss ist eine Burgruine auf erhöhtem Gelände in einem ruhigen Dorf der Tschechischen Republik. Die erhaltenen Steinmauern bilden die Überreste einer mittelalterlichen Befestigung mit mehreren Gebäudestrukturen, die man noch deutlich unterscheiden kann.
Jaroš ze Slivna gründete die Burg um 1260 als Fuchsberg, benannt nach dem Fuchs in seinem Wappen, nachdem er bei Kressenbrunn gekämpft hatte. 1434 nahmen hussitische Truppen mit Unterstützung der Klattauer Bürger die Burg ein und brachen sie. Břeněk von Ronsperg ließ sie reparieren, doch 1473 zerstörte ein Klattauer Heer sie erneut, danach blieb sie Ruine.
Der ursprüngliche Name Fuchsberg stammte vom Fuchs im Wappen des Gründers Jaroš ze Slivna; binnen weniger Jahre wurde er zu Pušperk tschechisiert, und schon 1264 nannte er sich „von Puschperk“. In dem verfallenen Donjon wurde später eine Wenzelskapelle eingerichtet, die bis zu den Josephinischen Reformen Ende des 18. Jahrhunderts bestand.
Die Ruine liegt auf dem bewaldeten Hügel Na Pušperské skále auf 582 m Höhe und ist über einen vom Dorf Pušperk ansteigenden Pfad erreichbar. Die Anlage ist ungesichert, das Gelände uneben und von Graben und Wall umgeben. Erhalten sind nur der bis 6,5 m hohe Turmtorso und Reste der etwa 260 m langen Ringmauer.
Am besten erhalten ist der Donjon, ein rechteckiger Turm von 23 auf 15 Metern, dessen Reste noch 6,5 Meter hoch aufragen. In der Nut seiner Fallgatterführung fand man ein Holzbrett, das dendrochronologisch auf 1355 datiert wurde. In den Turmresten wurde später eine Wenzelskapelle eingerichtet.
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