Smolkov, Artilleriefestung in Moravskoslezský kraj, Tschechische Republik.
Smolkov ist ein tschechisches Artilleriefort im heutigen Moravskoslezský-Gebiet, bestehend aus mehreren oberirdischen Kasematten und Bunkern, die durch ein Netz unterirdischer Gänge miteinander verbunden sind. Die Anlage wurde mit sehr dicken Betonwänden und verstärkten Stahlplatten gebaut, um direkten Beschuss und Bombenangriffe standzuhalten.
Smolkov entstand im tschechoslowakischen Befestigungsprogramm von 1935–1938 und war der größte Bau des Kommandos der 2. Pioniergruppe sowie deren 5. selbstständiger Bausektor, der die Sektoren Ostrava und Opava verband. Der Artillerieblock MO-S 39 wurde im Juni und August 1937 abschnittsweise betoniert, der Artillerieturm MO-S 38 erst 1937 in Auftrag gegeben. Während der deutschen Besetzung wurden die Panzerteile herausgerissen, die Wehrmacht erprobte auf der Anlage Stahlnetze gegen Bombenwurf, und im April 1945 umgingen sowjetische Korps das Fort über Hrabyně, statt es anzugreifen.
Smolkov gehört zu einer Reihe von Befestigungsanlagen, die man heute besichtigen kann, um die militärische Planung der damaligen Tschechoslowakei zu verstehen. Die sichtbaren Strukturen aus Beton und Stahl zeigen, wie Ingenieure und Soldaten zusammenarbeiteten, um einen komplexen Verteidigungsriegel zu errichten.
Die oberirdischen Teile des Forts sind für Besucher zugänglich und zeigen die Bauweise und Anlage der Verteidigungsanlage. Die unterirdischen Gänge sind für die Öffentlichkeit nicht freigegeben, aber ein Besuch der Außenanlagen gibt bereits einen guten Überblick über die Anlage.
Der Artillerie-Kasematte MO-S-39 hatte im Graben unter den Geschützständen einen Notausstieg von 94 auf 200 cm, durch den Pioniere zur Reparatur von Gefechtsschäden an die Oberfläche gelangen konnten; ein getarnter zweiter Ausstieg bot der Besatzung einen Fluchtweg, falls der Hauptgang verschüttet wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.188 Mitwirkenden weltweit.