Spálené Poříčí, Neugotisches Schloss in Spálené Poříčí, Tschechische Republik
Spálené Poříčí ist ein Schloss, das um 1617 für Adam Vratislav von Mitrovice als dreiflügeliger Renaissancebau entstand. Ende des 18. Jahrhunderts wurde ein barocker Osttrakt angefügt, der den Hof zu vier Flügeln schloss, und Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Eingangsturm zum Marktplatz im neugotischen Stil umgestaltet.
Das Schloss entstand ursprünglich als Festung und wurde 1617 von Adam Wratislaw von Mitrovice in ein Renaissanceschloss umgewandelt. Nach Beschädigungen während des Dreißigjährigen Krieges erfuhr es mehrere Umbauten und kam später in den Besitz des Prager Domkapitels.
Der Name des Schlosses erinnert an den Brand im Oktober 1620, als die Armee General Buquoys die Stadt auf dem Weg nach Prag anzündete – daher „Spálené“ (verbrannt). Seit 2016 ist die kirchliche Mittelschule nach Plzeň umgezogen, das Gebäude dient vor allem der Unterbringung; eine Dauerausstellung „Leben auf dem Dorf zu Beginn des 19. Jahrhunderts“ zeigt zeitgenössische Möbel.
Das Schloss steht am Stadtplatz, sein Eingangsturm ist dem náměstí zugewandt; die vier Flügel umschließen einen Innenhof. Seit die Kirchenschule 2016 nach Plzeň verlegt wurde, dient das Gebäude vor allem als Unterkunft, sodass die Ausstellung zum Landleben um 1800 und das historische Mobiliar nicht immer zugänglich sind.
Während des Siebenjährigen Krieges wurde der Domschatz von St. Veit zeitweise im Schloss verwahrt. Seine vierflügelige Form mit geschlossenem Hof erhielt das Gebäude erst Ende des 18. Jahrhunderts durch einen barocken Osttrakt; der Eingangsturm über dem Hauptportal wurde Mitte des 19. Jahrhunderts neugotisch umgestaltet.
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