Synagoge in Jablonec, Religiöses Gebäude in Jablonec nad Nisou, Tschechische Republik
Die Synagoge in Jablonec nad Nisou, genannt Templ, wurde 1892 nach Plänen des Wiener Architekten Wilhelm Stiassny im maurischen Stil mit sezessionistischen Elementen erbaut. Sie bot über 280 Gläubigen Platz: 160 Männern und 126 Sitzen auf der Frauenempore. 1938 zerstört, erinnert heute ein Granitdenkmal von Oldřich Plíva an sie.
Das Gebäude wurde 1892 errichtet, als die jüdische Bevölkerung der Stadt wuchs und neue religiöse Räume benötigte. Es wurde 1938 zerstört, wie viele jüdische Stätten in der Region während dieser Zeit.
Die Synagoge war ein Ort, an dem sich jüdische Handwerker und Kaufleute versammelten, besonders solche, die in der lokalen Glas- und Schmuckindustrie arbeiteten. Sie spiegelte die wirtschaftlichen Verbindungen dieser Bevölkerungsgruppe zur Handelsstadt wider.
Die Synagoge existiert nicht mehr; an ihrem Standort steht ein am 2. August 1993 eingeweihtes Granitdenkmal, ein dreieckiger Block, der von oben einen sechszackigen Stern bildet. Es gehört zum innerstädtischen Touristenrundweg, an seinem Fuß liegen zwei beschriftete Tafeln.
Der 1993 auf dem Synagogengelände aufgestellte Granitgedenkstein bildet von oben betrachtet einen sechszackigen Stern. Spenden ehemaliger, ins Ausland vertriebener Einwohner, organisiert von Franz Kafka aus England, halfen bei der Finanzierung.
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