Synagoge, Religiöses Gebäude in Ústí nad Labem, Tschechische Republik.
Die Synagoge befand sich im nördlichen Abschnitt der Malá Hradební-Straße und zeigte eine eklektische Architektur mit orientalischen Elementen. Das Innere war mit einer Frauenempore ausgestattet und einer Rieger-Orgel ausgestattet.
Das Gebäude wurde 1880 nach Plänen des Architekten Alwin Köhler errichtet und sollte ein Zentrum jüdischen Lebens werden. Es überstand die Kristallnacht, wurde aber in der Silvesternacht 1938 niedergebrannt.
Das Gotteshaus war lange Zeit ein Ort, wo sich die jüdische Gemeinde zu Gebeten und Feiern versammelte. Die Orgel der Rieger-Manufaktur machte den Raum besonders für musikalische Andachten geeignet.
Die ursprüngliche Stätte wurde durch ein Einkaufszentrum ersetzt, das 2009 in der Nähe des Zentrums der Stadt errichtet wurde. Der Ort ist heute für Besucher schwer zugänglich, da sich dort ein modernes Geschäftsgebäude befindet.
Nach dem Brand 1938 blieben nur das Erdgeschoss und die Außenmauern stehen, die später von einem Fleischerbetrieb gekauft wurden. Die Ruinen wurden dann als Schulungsgebäude für das Unternehmen umgenutzt.
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