Sfingy, Felsformationen in Měděnec, Tschechische Republik.
Sfingy ist ein Naturdenkmal aus bis zu 15 Meter hohen Felsformationen, die im Quartär durch Frostverwitterung aus grobkörnigem porphyrischem Orthogneis entstanden sind. Das Gestein enthält bis zu 5 cm große Feldspat-Einsprenglinge, sogenannte Augen, und Gänge aus grauweißem Quarz.
Die Felsformation wurde am 15. Juli 1983 zunächst als geschütztes Naturgebilde unter Schutz gestellt und am 27. April 1990 zum Naturdenkmal erklärt. Der erste Pflegeplan galt für 2013–2022. Westlich der Felsen stand das Hotel U Sfingy (Zur Sphinx), erbaut in den 1870er Jahren, 1927 umgebaut, im Zweiten Weltkrieg als SS-Genesungszentrum und Küche für ein nahes Hitlerjugend-Lager genutzt, nach 1945 aufgegeben und 1968 von Soldaten der tschechoslowakischen Armee gesprengt.
Die Felsformationen verdanken ihren Namen ihrer Ähnlichkeit mit ägyptischen Sphinxen, wie Einheimische beobachteten. Diese Namensgebung spiegelt wider, wie Menschen natürliche Formen in ihrem Alltag deuten und interpretieren.
Die Felsformationen sind von Měděnec aus über Radroute 35 erreichbar und bieten einen natürlichen Parkplatz in der Nähe. Der Zugang ist für Besucher einfach gestaltet, da die Route gut ausgeschildert und leicht zugänglich ist.
Der Orthogneis enthält Feldspat-Augen von bis zu 5 cm Größe, die entstanden, als siliziumreiche hydrothermale Lösungen des variszischen Magmatismus die Klüfte des Gesteins füllten. Die Felsen wurden früher gelegentlich beklettert, wodurch sie teilweise beschädigt wurden.
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