Church of the Assumption of the Virgin Mary, Gotische Pfarrkirche in Číhošť, Tschechische Republik
Die Kirche Mariae Himmelfahrt in Číhošť ist ein einschiffiger gotischer Bau mit einem fünfseitig geschlossenen Presbyterium und einer Sakristei an der Nordseite. Die Außenfassade zeigt ein charakteristisches Ährenmauerwerk, und der Hauptaltar von 1888 steht auf dem ursprünglichen steinernen Altartisch aus der Bauzeit der Kirche.
Die Kirche wird erstmals 1350 erwähnt, als sie von einem Friedhof umgeben war. Nach den Hussitenkriegen wirkten hier utraquistische Priester, während die Kirche Filialkirche der Pfarrei Ledeč blieb; erst 1856 erhielt sie einen eigenen Pfarrer. 1949 machte das Wunder von Číhošť sie bekannt, und 2015 wurden die sterblichen Überreste von Pater Josef Toufar hier beigesetzt.
Die Kirche ist ein Wallfahrtsort, der mit dem „Wunder von Číhošť“ von 1949 und dem Martyrium des Pfarrers Josef Toufar verbunden ist. 1990 wurde bei der Kirche ein Denkmal für ihn enthüllt, 2015 wurden seine sterblichen Überreste hier beigesetzt. Das Originalkreuz vom Hauptaltar wurde von der StB entfernt und durch eine Kopie ersetzt.
Die Kirche steht in Číhošť im Bezirk Havlíčkův Brod. Ein im Juni 2012 von der Gemeinde gegründeter Stiftungsfonds, an dem Gläubige und Nichtgläubige mitwirken, sammelt Geld für die Instandsetzung; der teuerste Posten ist die Restaurierung der Fresken für zwei Millionen Kronen, danach der Turm und der Außenanstrich.
Die Außenfassade zeigt ein seltenes Lehm-Stroh-Mauerwerk namens klasové zdivo, ungewöhnlich für eine gotische Kirche. Das ursprüngliche Kreuz des Hauptaltars wurde von der Geheimpolizei StB an einen unbekannten Ort gebracht und durch eine Kopie ersetzt.
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