Church of Saint Joseph, Kapuzinerkirche der Spätrenaissance in der Neustadt, Prag, Tschechien
Die Josephskirche ist eine schlichte einschiffige Kapuzinerkirche mit Tonnengewölbe und Satteldach ohne Türme, erbaut nach einem Entwurf von Melchior Meer. Ihre Westfassade trägt das Wappen des Stifters und einen dreieckigen Giebel mit einem Gemälde des heiligen Josef und des Jesuskindes. Ein Hof trennt sie vom Platz, mit einer Statue des heiligen Judas Thaddäus zwischen zwei Engeln.
Das Kapuzinerkloster wurde hier 1630 von Gerhard von Questenberg gegründet, die Kirche entstand 1636–1653 auf Initiative Melichar Mayers nach einem Entwurf Melchior Meers. Das Kloster wurde 1795 aufgehoben, 1833 entstand rechts der Kirche ein neuer Konventbau. Im Gewölbe sind zwei eiserne Kanonenkugeln aus der preußischen Beschießung Prags von 1757 erhalten, bei der die Kirche beschädigt wurde.
Die Kapuzinerkirche zeigt die strengen Bauprinzipien des Ordens durch ihre schlichte Fassade und den sparsam gestalteten Innenraum. Diese Einfachheit spiegelt die monastischen Werte wider, die Besucher beim Betreten sofort spüren.
Der Zugang ist über die Adresse Na Poříčí 1a möglich und der Ort ist während regelmäßiger Gebetszeiten offen. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven religiösen Ort handelt, daher wird respektvolles Verhalten erwartet.
In der Kirchenwölbung sind zwei eiserne Kanonenkugeln aus der preußischen Bombardierung Prags von 1757 erhalten, bei der die Kirche beschädigt wurde. Die Seitenaltäre tragen Gemälde von Karel Škréta aus dem Jahr 1653: die Apotheose des heiligen Antonius von Padua und des heiligen Felix von Cantalice mit Madonna und Kind.
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