Wittigstein, Berggipfel mit Burgruine in Südböhmen, Tschechische Republik
Wittigstein ist ein Bergkamm, der sich auf etwa 1035 Meter erhebt und Mauerreste einer mittelalterlichen Festung an seinem Gipfel trägt, eingebettet in das Schutzgebiet der Böhmischen Wälder. Die Ruinen zeigen noch deutlich die Grundmauern und teilweise erhaltene Steinstrukturen, die sich gegen den Grat und die Waldlandschaft abzeichnen.
Die Festung wurde um 1220 errichtet und diente später als Gefängnis, unter anderem für König Wenzel während eines Konflikts mit böhmischen Adligen im Jahr 1394. Zwei Jahrhunderte später wurde die Anlage dem Kaiser übergeben und verlor danach ihre Bedeutung als Wohnort und Wehrplatz.
Der Ort trägt den Namen der Witigo-Familie, die hier Einfluss ausübte, und die Ruinen zeigen noch heute die mittelalterliche Bauweise mit Stein und Mauerwerk. Man kann sehen, wie die Anlage strategisch auf dem Gipfel positioniert war, um die umliegenden Länder zu überschauen.
Ein Aussichtsplattform von 2006 bietet Ausblicke in beide Richtungen, über Böhmen bis nach Österreich auf der anderen Seite. Der Zugang zum Gipfel erfordert Wanderungen über Waldwege, die besonders in den wärmeren Monaten gut begehbar sind.
Die Befestigung verwaltete einst etwa fünfzehn Dörfer in der Umgebung und betrieb eine Glashütte auf ihren Ländereien. Nach der Übergabe an Kaiser Rudolf II. wurden diese Operationen allmählich aufgegeben und die Stätte verlor ihre Wirtschaftskraft.
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