Tři trubky, Jagdschloss in Strašice, Tschechien
Tři Trubky ist ein Jagdschloss, das 1888–1890 am Zusammenfluss des Třítrubecký potok und der Klabava errichtet wurde. Das Erdgeschoss ist gemauert, die Obergeschosse sind aus Holz, und das Gebäude hat ein steiles Satteldach. Ein gedeckter Holzgang verbindet das Hauptgebäude mit den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden um einen Hof mit einem kleinen weißen Brunnen.
Graf Jeroným Colloredo-Mannsfeld, Besitzer der Güter Doberschisch und Sbiroh, ließ das Schloss 1888–1890 nach einem Entwurf von Camillo Sitte errichten; die Wiener Firma des Ingenieurs Kohl berechnete dafür 180.000 Gulden. Nach der Einrichtung des Truppenübungsplatzes Brdy kam der Großteil der Sammlungen auf Schloss Doberschisch. Präsident Tomáš Garrigue Masaryk wohnte in den 1930er Jahren kurz hier, Edvard Beneš 1938, und Generalfeldmarschall Walther von Brauchitsch von 1942 bis 1945.
Das Jagdschloss trägt den Namen der etwa zwei Kilometer entfernten Hegerhaus U Tří Trubek; zwischen den Weltkriegen hieß es auch U Tří Jelenů, Bei den drei Hirschen. Im Hof steht ein kleiner weißer Brunnen mit einer Mädchenstatue.
Das Gelände ist über einen Wanderweg von etwa 2,5 Kilometern vom Parkplatz Padrťský potok erreichbar, der dem Fluss Klabava folgt. Der Weg verläuft durch Waldgebiet und ist zu Fuß gut zu bewältigen.
Das eigene Wasserwerk und das Wasserkraftwerk des Jagdschlosses entstanden bereits beim Bau 1888–1890, sodass das Anwesen von Anfang an eigenen Strom erzeugte. Später wurden die Innenräume mit Luxusmöbeln und Gegenständen aus verschiedenen europäischen Ländern ausgestattet.
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