Schloss Mattoni, Neurenaissance-Villa in Kyselka, Tschechische Republik
Mattoniho vila ist ein dreigeschossiges Gebäude im Neorenaissancestil über rechteckigem Grundriss mit Walmdach, am Hang unter dem Berg Bučina über dem rechten Ufer der Ohře. Heinrich Mattoni behielt den Bau von 1829 samt innerer Aufteilung bei und erweiterte ihn zum Fluss und nach Norden; die Villa hat etwa 15 Zimmer und rund 2.500 m². Um 2012 stürzte das Dach ein, das Gebäude ist heute mit einer Plane abgedeckt.
Heinrich Mattoni kaufte 1868 ein Kurhaus und ließ es zwischen 1885 und 1886 grundlegend umbauen, um es in seine Residenz und Zentrale seines Mineralwasserunternehmens zu verwandeln. Das Gebäude spiegelt seine Erfolgsgeschichte und wirtschaftliche Bedeutung in der Region wider.
Die Villa trägt den Namen Heinrich Mattonis, der von hier aus bis zu seinem Tod 1910 sein Mineralwasserunternehmen leitete. Nach 1918 beherbergte sie eine tschechische Schule, die 1938 aufgrund des Münchner Abkommens geschlossen wurde, sowie ein öffentliches Kaffeehaus. Von 1951 bis 1956/57 war sie Heim für Waisen des Griechischen Bürgerkriegs.
Das Gebäude wird derzeit restauriert und Besucher können die Außenarchitektur und den umliegenden Park besichtigen. Es ist ratsam, vorher zu überprüfen, welche Teile zugänglich sind, da die Arbeiten laufend voranschreiten.
Am 7. Mai 1945 wurde die Villa bei Gefechten zwischen tschechischen Partisanen und der deutschen Bevölkerung durch Schüsse beschädigt; zwei Tage später wurden auf dem Balkon eine tschechoslowakische und eine sowjetische Flagge gehisst. Im Januar 1946 schloss das deutsche Kaffeehaus, und die tschechoslowakische Armee nutzte vorübergehend die großen Kellerräume.
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