Wissenschaftliche Bibliothek in Olmütz, Wissenschaftliche Bibliothek in Zentral-Olomouc, Tschechische Republik
Die Forschungsbibliothek in Olmütz bewahrt 1.451 Handschriften, 1.700 Inkunabeln und fast 80.000 alte Drucke auf. Seit 1959 dient die benachbarte Rote Kirche als Magazin für 250.000 Bände. Der Online-Katalog verzeichnet über 1.200.000 Titel.
Gegründet 1566, als Bischof Vilém Prusinovský die Jesuiten nach Olmütz rief, diente die Bibliothek dem Jesuitenkolleg und dann der Universität Olmütz bis 1860. Schwedische Truppen plünderten während des Dreißigjährigen Krieges einen Großteil der Sammlung, viele Bände gelangten nach Stockholm und Uppsala. Nach der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 ging die Bibliothek in staatliche Verwaltung über.
Die Sammlung umfasst etwa 1451 Handschriften zur mitteleuropäischen Geschichte sowie rund 1700 frühe Drucke aus europäischen Druckereien. Diese Bestände zeigen die lange Verbindung der Einrichtung mit der gelehrten Welt Europas.
Das Hauptgebaude ist montags bis freitags von 10.00 bis 17.00 Uhr geoffnet und bietet verschiedene Arbeitsumgebungen fur unterschiedliche Recherchebedurfnisse. Besucher sollten beachten, dass die Zugang zu spezialisierten Sammlungen manchmal besondere Anfragen oder Voranmeldungen erfordert.
Die Einrichtung gehort zu den zwei altesten und drei grossten wissenschaftlichen Bibliotheken der Tschechischen Republik. Diesen Status verdankt sie Jahrhunderten der kontinuierlichen Ansammlung von Fachliteratur und ihrer Rolle in der akademischen Entwicklung der Region.
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