Most Míru, Eisenbahnviadukt in Dolní Loučky, Tschechische Republik.
Der Most Míru ist ein Eisenbahnviadukt in Dolní Loučky und erstreckt sich über 282 Meter Länge, während er 42 Meter über die Libochůvka-Bachschlucht aufsteigt. Das Bauwerk verbindet die Bahnlinie zwischen Brno und Havlíčkův Brod und besteht aus Stahlbeton-Konstruktion.
Der Bau begann 1940 mit einem ursprünglichen Stahldesign, aber Stahlmangel während des Zweiten Weltkriegs führte zu einem geänderten Betonbogenplan. Die Fertigstellung erfolgte 1953 als endgültige Lösung für die schwierige Überquerung des Bachdeltas.
Diese Brücke war ein Beweis für technisches Können und wurde während der sozialistischen Bauperiode auf einer Briefmarke mit 20 Heller abgebildet. Das Bauwerk spiegelte den Stolz wider, den man damals in solche Ingenieursleistungen setzte.
Der Viadukt wird von Zugverkehr benutzt und befindet sich leicht zu erreichen neben der Ortschaft Dolní Loučky in der Region. Besucher können die Struktur von mehreren Aussichtspunkten entlang der Straße in der Nähe am besten erkunden, ohne den Bahndamm zu betreten.
Der Bau erforderte das damals größte provisorische Gerüstsystem, das aus 160 Kilometern Rohren und über 100.000 Verbindungselementen bestand. Dieses beeindruckende Hilfskonstruktionssystem machte das Projekt zu einem Meilenstein in der Bauingenieur-Praxis.
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