Jewish Quarter and St Procopius' Basilica in Třebíč, Religiöses Architekturensemble in Třebíč, Tschechische Republik
Das jüdische Viertel und die Basilika St. Prokop in Třebíč umfasst zwei Teile: das jüdische Viertel am linken Ufer der Jihlava mit 123 erhaltenen Häusern und zwei Synagogen sowie die Basilika St. Prokop aus dem 13. Jahrhundert, ursprünglich Kirche eines Benediktinerklosters. Die Basilika verbindet romanische Baukunst mit frühen gotischen Elementen und barocken Umbauten von Maximilian Kaňka.
Das Kloster entstand um 1100 als Benediktineranlage und die Basilika wurde im 13. Jahrhundert von romanischen zu gotischen Formen umgebaut. Das jüdische Viertel entwickelte sich später als eigenständige Siedlung mit eigenen Gesetzen und Strukturen.
Das jüdische Viertel zeigt, wie zwei verschiedene Gemeinschaften lange Zeit nebeneinander lebten und ihre eigenen Strukturen behielten. Man sieht dies an den unterschiedlichen Gebäudetypen und an der Art, wie die Straßen und Plätze heute noch diese Trennung widerspiegeln.
Der Ort ist das ganze Jahr über begehbar und man kann beide Teile in einem Besuch erkunden, auch wenn die Basilika zu bestimmten Zeiten geschlossen sein kann. Es ist hilfreich, mit festes Schuhwerk zu kommen, da die Gassen eng und oft uneben sind.
Im Viertel sind zwei Synagogen erhalten, die alte und die neue, dazu 123 Häuser der einstigen Judenstadt. Der Friedhof umfasst rund 3.000 bis 4.000 Gräber; Anfang des 20. Jahrhunderts entstand an seinem Eingang eine Leichenhalle.
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