K-S 14 U cihelny casemate, Militärmuseum und Kasematte in Prostřední Lipka, Tschechische Republik.
Die K-S 14 U cihelny-Kasematte ist ein zweistöckiger Beton-Infanteriebunker, kein unterirdisches Bauwerk: Das obere Kampfgeschoss enthielt zwei Schießräume mit fünf leichten Maschinengewehren, einem schweren Maschinengewehr und zwei 4-cm-Panzerabwehrkanonen, während das untere rückwärtige Geschoss die 43-Mann-Besatzung, den Maschinenraum, den Luftfilter und einen Raum für den 9-cm-Mörser beherbergte. Sie wurde vom 29. September bis 8. Oktober 1936 mit etwa 2.110 m³ Beton und 150 Tonnen Stahl gegossen.
Am 9. Juni 1936 von der Direktion der Befestigungsarbeiten für den Teilabschnitt Boříkovice beauftragt, wurde das Werk von der Prager Firma Ing. Jan Matoušek zwischen 29. September und 8. Oktober 1936 betoniert. Im Oktober 1940 diente es der deutschen Wehrmacht als Zielscheibe, beschossen aus 400, 600, 800 und 4.500 Metern mit einem 9-cm-Mörser, einem 5-cm-Mörser und einer 4-cm-Panzerabwehrkanone. Von 1970 bis 1989 nutzte die I. Verwaltung des tschechoslowakischen Innenministeriums es für den Nachrichtenverkehr des Auslandsgeheimdienstes (Aktion KAHAN).
Sergeant Arnošt Hrad, geboren am 5. April 1914, erschoss sich hier am 3. Oktober 1938 nach der Annahme des Münchner Abkommens und hinterließ drei Briefe: an seine Mutter, an den Kommandanten der 12. Kompanie Leopold Medek und an seine Kameraden, Unteroffiziere und Soldaten. Ein Gedenkraum mit einer Bronzebüste von Ondřej Štoček und einer 1994 enthüllten Tafel erinnert an ihn, und jeden August bringt die Veranstaltung Cihelna Militärgeschichtsvereine und die tschechische Armee zusammen.
Der Zugang erfolgt durch Führungen, die von April bis Oktober möglich sind und Einblicke in die Funktionsweise der Anlage geben. Besucher sollten sich auf enge Räume und dunkle Korridore einstellen und in stabilen Schuhen kommen, um die Treppen sicher begehen zu können.
Die beiden auf dem Dach eingebauten gepanzerten Infanterieglocken wurden in den 1960er-Jahren vom staatlichen Schrottbetrieb Kovošrot entfernt; die heute sichtbaren Kuppeln sind also nicht die originalen. Der Raum für den 9-cm-Mörser im Untergeschoss war fertig, doch die Waffe wurde vor dem Münchner Abkommen 1938 nie eingebaut.
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