Lysá nad Labem Castle, Renaissanceschloss in Lysá nad Labem, Tschechische Republik.
Das Schloss Lysá nad Labem ist ein Bau auf einem Hügel im Elbtal, der sich um einen Nordflügel gruppiert, dessen dicke Südostmauern und Gewölbekeller Spuren einer gotischen Burg bewahren. Von den Renaissancearbeiten Bonifác Wolmuts und Ulrico Aostallis ab 1560 zeugen Sgraffito-Fragmente und Gewölbe im Erdgeschoss; die Innenräume dienen seit 1961 als Altersheim, während der Park in einen französischen Garten und einen englischen Park geteilt ist.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts wandelte Kaiser Ferdinand I die ursprüngliche mittelalterliche Struktur in einen repräsentativen Renaissancepalast um. Diese Umgestaltung war Teil der kaiserlichen Bauoffensive, um Macht und Reichtum durch solche Residenzen zur Schau zu stellen.
Der Name des Schlosses erinnert an den „Turm namens Lysá“, der in einer Urkunde von 1052 erwähnt wird; sein genauer Standort auf dem Hügel ist bis heute ungeklärt. Seit 1961 dienen die Innenräume als Altersheim, sodass Besucher die Anlage über den Schlosspark und das ehemalige Kloster der Barfüßigen Augustiner erleben.
Die Schlossräume dienen seit 1961 als Altersheim und sind nicht öffentlich zugänglich; besichtigen lässt sich nur der Schlosspark, der in einen französischen Lustgarten und einen englischen Park geteilt ist. Zum Areal gehören außerdem das ehemalige Kloster der Barfüßigen Augustiner und ein Freilichtkino.
Die Südfassade des Hauptflügels birgt eine teilweise erhaltene gotische Sandsteinfensterumrahmung, die bei den Reparaturen von 1992 in der zweiten Fensterachse des Obergeschosses gefunden wurde. Sie belegt, dass hinter den Renaissance- und Barockumbauten eine gotische Burg steht.
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