Mníšek pod Brdy, Neoklassizistisches Schloss in Mníšek pod Brdy, Tschechische Republik
Mníšek pod Brdy ist ein Schloss, das an der Stelle einer kleineren königlichen Burg errichtet wurde, mit vierflügeligem Grundriss und neoklassizistischen Elementen. Die mittelalterliche befestigte Fläche war kleiner als der heutige Bau, und ein in Schriftquellen belegter Turm wurde 1425 abgerissen. Ein großer Park mit Teich umgibt das Gebäude.
Die Burg wird 1355 in der Majestas Carolina Karls IV. erstmals erwähnt, archäologisch datiert ihr Ursprung jedoch auf das späte 13. oder frühe 14. Jahrhundert. Schwedische Truppen unter General Banér plünderten sie 1639; 1655 kaufte der Abenteurer Servác Engel von Engelsfluss die Ruine und ließ sie 1656–1672 zu einer barocken Adelsresidenz umbauen. Nach einem Brand 1848 ließ Theodorich Kast sie 1910–1911 rekonstruieren; 1945 konfisziert, ging sie 2000 an das Nationale Denkmalamt über und wurde nach einer Rekonstruktion für über 100 Millionen Kronen 2006 wieder öffentlich zugänglich.
Das Schloss trägt den Namen der Stadt Mníšek pod Brdy und ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Besucher können die 2018 eingerichtete Aussichtsplattform im Dachgeschoss des Uhrturms besteigen, die den Blick über das Tal des Bojovský potok und den Marktplatz bietet und einen Teil des Uhrwerks zeigt. Das Areal erscheint zudem im Film Tajemství staré bambitky 2 (2022) von Ivo Machráček.
Das Schloss gehört dem Staat und wird vom Nationalen Denkmalamt verwaltet; der Areal wurde 2006 nach einer Rekonstruktion für über 100 Millionen Kronen für die Öffentlichkeit geöffnet. Um das Gebäude führt der Lehrpfad Naučná stezka Mníšek pod Brdy. Seit 2018 gibt es im Dachgeschoss des Uhrturms eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Tal des Bojovský potok und den Marktplatz sowie einen Teil des Uhrwerks.
Servác Engel von Engelsfluss, ein reich gewordener Abenteurer, kaufte das verfallene Gut 1655 von der Familie Mitrovice und ließ es 1656–1672 umbauen, wodurch aus einer barocken Feste eine aristokratische Residenz wurde. Später diente das Schloss dem Innenministerium bis 2000 als Lager für politisch sensible Archivbestände.
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