Štola svatého Vojtěcha, Historischer Bergbaustollen in Ptice, Tschechische Republik.
Die Štola svatého Vojtěcha ist ein horizontales Bergwerk, das in den Kalkberg von Ptice hineinführt und mehrere unterirdische Gänge verbindet. Das Wasser füllt den Eingangsbereich und erstreckt sich in die tieferen Teile der Anlage.
Der Stollen wurde mindestens im vorderen Teil im Mittelalter mit Schlägel und Eisen vorgetrieben. Im 19. Jahrhundert betrieb ihn die Prager Eisengesellschaft auf Eisenerz, um 1950 wurde er bei der Lagerstättenerkundung wieder geöffnet und wohl erweitert. Das System reichte einst bis zum Bereich Důl Svárov bei Ptice; heute ist es nach etwa 170 m verbrochen.
Der Stollen wird oft fälschlich Štola svatého Vojtěcha (St.-Adalbert-Stollen) genannt; die historische Literatur bezeichnet ihn als Albertská štola (deutsch Adalbert stollen) oder Vojtěšská štola, benannt nach dem Industriellen Vojtěch Lann. Er liegt nahe der Svárovská lípa am Hang des Karabinský vrch im Katastergebiet von Ptice.
Der Stollen ist seit 2018 für die Öffentlichkeit gesperrt und gesichert, eine Einfahrt ist nicht möglich. Der verbrochene Abschnitt liegt nach etwa 170 m, und ein Teil der Grubenbaue, vor allem der Rollschacht im rechten Teil des Streckengangs, enthält gefährliche Grubengase. Der offene Teil steht großteils 20 bis 50 cm unter Wasser.
Die hier überwinternden Fledermäuse sind vor allem Große Mausohren, auch Hufeisennasen wurden nachgewiesen. Der Stollen wird oft fälschlich Adalbertstollen genannt; die historische Literatur bezeichnet ihn als Albertská štola (Adalbert stollen), benannt nach Vojtěch Lann.
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