St.-Georgs-Kirche, Gotische Kirche in Luková, Tschechische Republik.
Die Kirche des heiligen Georg ist ein Gotteshaus mit Steinmauern und einem hohen Spitzturm in gotischem Stil. Das Gebäude zeigt typisch böhmische architektonische Merkmale mit spitzbogigen Fenstern und feinen Steindetails.
Die Kirche wurde 1352 erbaut; aus diesem Jahr ist erstmals ein Pfarrer in Luková belegt. 1796 oder 1797 zerstörte ein Brand den barocken Bau, nur das Gewölbe des Presbyteriums und die Sakristei blieben erhalten. Ab 1800 wurde sie im neugotischen und neuromanischen Stil wieder aufgebaut, die letzte Erneuerung erfolgte 1858. Nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach 1945 verfiel die Kirche; 1968 stürzte das Dach ein, seitdem finden keine Messen mehr statt.
Seit 2012 stehen im Innern 32 Gipsfiguren des Designstudenten Jakub Hadrava, die er von Mitstudenten abformte und die an die deutschen Bewohner Lukovás bis 1945 erinnern sollen. Besucher nennen die Kirche „Kirche der verlorenen Seelen“; ihre Spenden finanzierten Dach und Decke.
Die Kirche ist für die Skulpturenausstellung von April bis Oktober samstags von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten ist nur das Äußere mit Turm und Apsis zu sehen. 2026 dauerten die Arbeiten im Inneren an, der Zugang kann daher eingeschränkt sein.
Die 32 Gipsfiguren von 2012 goss der Designstudent Jakub Hadrava nach seinen Mitstudenten; sie sitzen und stehen in den Bänken. Sie erinnern an die deutschen Bewohner von Luková, die bis 1945 den Ort verließen; die Installation heißt „Má mysl“ (Mein Geist).
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