Church of the Assumption of the Virgin Mary and of Saint Wenceslaus, Gotische Kirche in Kralupy nad Vltavou, Tschechische Republik.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt und des Heiligen Wenzel ist ein einschiffiger neugotischer Backsteinbau von 1894–1895, dessen Presbyterium nach Norden ausgerichtet ist. Sie hat einen rechteckigen Grundriss, ein fünfseitig geschlossenes Presbyterium mit seitlichen Anbauten und einen 63 Meter hohen prismatischen Turm an der Westfassade. Der Innenraum ist mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt.
Die Kirche wurde 1894–1895 nach Plänen von J. Kaura, überarbeitet von A. Živný, erbaut, weil Kralupy zur Pfarrei Minice gehörte und eine Kirche Voraussetzung für die Erhebung zur Stadt war. Der Prager Propst Dr. Eduard Tersch trug etwa zwei Drittel der Kosten und stiftete Ausstattung, darunter die Orgel. Bei der Weihe am 27. Oktober 1895 predigte er selbst; drei Jahre später wurde er in der Gruft vor dem Hauptaltar beigesetzt.
Die Kirche ist der Aufnahme Mariens in den Himmel und dem heiligen Wenzel geweiht. Ihre Orgel mit zwei Manualen und 16 Registern baute Em. Š. Petr aus Prag; gestiftet wurde sie von Propst Eduard Tersch, der auch rund zwei Drittel der Baukosten trug. Jaroslav Seifert erwähnt die Kirche und ihre Glocken in einigen seiner Gedichte.
Die Kirche steht im Stadtzentrum, ihr 63 Meter hoher Turm ist von weitem sichtbar. Zwei Gedenktafeln an der Außenseite erinnern an die Opfer des Luftangriffs von 1945 und an den Wasserstand beim Hochwasser 2002. Der Innenraum ist mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt.
Die Kirche und ihre Glocken erscheinen in Gedichten von Jaroslav Seifert, dem tschechischen Nobelpreisträger. Das heutige dritte Geläut wurde 1991 vom Gummibetrieb Kaučuk gekauft, nachdem frühere Glocken in beiden Weltkriegen beschlagnahmt worden waren.
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