Králův mlýn, Religiöse Einsiedelei in Maxičky, Tschechische Republik
Králův mlýn ist eine Eremitage mit Steinruinen auf 353 Metern Höhe, eingebettet in dichten Wald und von Bergpfaden durchzogen in Nordbohmen. Der Platz zeigt die Überreste einer ehemaligen Mühle mit Wasserleitungssystemen, die in die felsige Landschaft integriert waren.
Der Ort entstand 1577 als Sägewerk und entwickelte sich später zu einer Eremitage, wurde aber 1632 während des Dreißigjährigen Krieges zerstört. Nach dieser Verwüstung wurde der Platz schrittweise wieder aufgebaut und in seine neue Bestimmung umgewandelt.
Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein spiritueller Rückzugsort für Eremiten und diente während des Zweiten Weltkriegs als Unterkunft für französische Gefangene. Diese wechselvolle Nutzung prägte das Leben an diesem abgelegenen Platz in den Bergen.
Der Zugang erfolgt über einen 1,5 Kilometer langen Gorgen-Pfad ab Háj, der alten Handelsrouten mit Markierungen folgt. Der Weg kann schlecht zu begehen sein, besonders nach Regen, daher sollte man festes Schuhwerk und genügend Zeit einplanen.
Wanderer entdecken oft ein funktionierendes Modell eines Wasserrades, das lokale Pfadfinder in den 1990er Jahren nach historischen Plänen wieder aufgebaut haben. Dieses kleine technische Zeugnis zeigt, wie die ursprüngliche Wasserkraft einst den Betrieb der Anlage antrieb.
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