Castle Bor, Gotisches Schloss in Bor u Tachova, Tschechische Republik
Die Burg Bor ist ein gotisches Schloss in Bor u Tachova, das sich durch seinen charakteristischen zylindrischen Turm auszeichnet. Das Gebäude vereint mittelalterliche Strukturen mit später hinzugefügten Elements aus dem 19. Jahrhundert zu einer mehrteiligen Anlage.
Die Burg wird 1263 erstmals erwähnt, gegründet von Ratmír, Burggraf von Přimda, und seinem Sohn Bohuslav, der sich ab 1285 „von Bor“ nannte. Die Švamberk hielten sie bis 1650; Jan von Švamberk ließ die verfallene Burg im spätgotischen Stil umbauen, und 1430 belagerten die Hussiten sie erfolglos. Eine Urkunde von 1454 bezeichnet sie als wüst, die heutige neugotische Gestalt stammt vom Ende des 19. Jahrhunderts.
Das Dorf Bor wurde 1369 von Bohuslav I. von Švamberk zur Kleinstadt erhoben, und die vor 1362 gegründete Schlosskapelle St. Laurentius ist im Ostflügel erhalten. In der Eingangshalle steht ein figürlicher Grabstein, wohl einer Tochter des Jan von Švamberk (gestorben 1533).
Das Schloss steht in der Plzeňská-Straße 259 in der Stadt Bor im Bezirk Tachov. Es ist als Kulturdenkmal geschützt, daher gilt der Besuch dem Bau und seiner Kapelle statt einer offenen Parkanlage. Die Laurentiuskapelle im Ostflügel bewahrt die Abdrücke zweier Handflächen im Renaissanceputz.
In der Kapellenwand sind die Abdrücke zweier Handflächen im Renaissanceputz zu sehen, und die Eingangshalle birgt einen figürlichen Grabstein, wohl der Tochter des Jan ze Švamberka († 1533). Der Kern der Anlage bewahrt zudem einen runden Bergfrit mit bis zu 3,5 m dicken Mauern.
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