Starý Zámek, Mittelalterliche Burgruine in Borotín, Tschechische Republik.
Starý Zámek ist eine Burgruine auf einem Sporn über dem Teich Starozámecký in 500 Metern Höhe, etwa einen Kilometer südöstlich des Dorfes Borotín. Der Kern hat einen polygonalen Grundriss mit einem mächtigen Bergfrit an der Front, einem kleinen Rundturm zum Schutz des inneren Tors und Resten des Palas; am besten erhalten sind das spätgotische Tor mit Schießscharten und der Palas vom Anfang des 16. Jahrhunderts, der den Abdruck einer Blockstube bewahrt.
Der erste bekannte Besitzer war Mikuláš von Borotín, erwähnt 1356; seine Familie hielt die Burg fast ein Jahrhundert. Während der Hussitenkriege war Mikuláš ab 1426 hussitischer Hauptmann, wechselte aber später auf die Seite Kaiser Sigismunds, weshalb ein hussitisches Heer Borotín 1434 erfolglos belagerte. Nach 1613 ging die Burg an Kryštof Vojkovský von Milhostice; seine Söhne beteiligten sich am böhmischen Aufstand, und kaiserliche Truppen nahmen sie ein und brannten sie wahrscheinlich nieder. Polyxena von Lobkovic kaufte sie 1623 als Konfiskat, im selben Jahr wurde sie als wüst beschrieben.
Der Name der Burg stammt von der Familie von Borotín, die sie fast ein Jahrhundert besaß, nachdem Mikuláš von Borotín dort 1356 erstmals erwähnt wurde. Der angrenzende barocke Wirtschaftshof Starý zámek ist seit 1963 ebenfalls als Kulturdenkmal geschützt.
Der Ruinenplatz ist über markierte Wanderwege von Borotín aus erreichbar und bietet sich gut für einen kurzen Spaziergang an. Parkmöglichkeiten befinden sich im nahen Ortszentrum, und man sollte mit unebenem Gelände und teilweise fehlenden Stufen rechnen.
Am besten erhalten sind das spätgotische Torgebäude mit seinen Reihen von Schießscharten und der dahinterliegende Palast vom Anfang des 16. Jahrhunderts, in dessen Mauerwerk der Abdruck einer Holzkammer erhalten ist. Auch der mächtige Bergfrit am Kopf des Kerns steht teilweise noch.
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