Hradiště Hostivař, Eisenzeitliches Hügelgrab in Hostivař, Prag, Tschechien
Hradiště Hostivař ist ein eisenzeitlicher Burgwall auf einer Geländezunge am rechten Ufer des Baches Botič, zwischen Petrovice und Hostivař im Südosten Prags. Seine eingeebneten Erdwälle umschließen ein flaches Plateau, heute eine große Wiese in einem Waldpark; an der Südseite der Geländezunge wurde die Talsperre Hostivař errichtet.
Der Ort war in der jüngeren Hallstattzeit, im 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr., besiedelt und ist damit der einzige bekannte früh-eisenzeitliche Burgwall in Prag. Sein Ende war wohl ein großer Brand, worauf verschmolzene Wallreste hinweisen. Im frühen Mittelalter, vom 8. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts, wurde er erneut besiedelt.
Der Name Šance, zu Deutsch Verschanzungen, bezieht sich auf die sichtbaren Erdwälle. Seit April 2010 hat der Lehrpfad Stezka historií Hostivaře hier eine Station mit einem Unterstand, der ein Modell der Anlage enthält; der 1980 angelegte und 2008 erneuerte Lehrpfad Povodím Botiče führt aus dem Tal des Botič herauf.
Der Ort ist mit dem Bus erreichbar und es gibt Wege zum Wandern über das Gelände mit Informationstafeln. Tragen Sie festes Schuhwerk, da das Terrain uneben ist und die Wege durch bewaldete Hügel führen.
Die hier gefundenen Wälle waren verschmolzen und versengt, ein Hinweis darauf, dass der Burgwall wohl in einem großen Brand endete. Er ist der einzige bekannte Burgwall der älteren Eisenzeit auf Prager Gebiet, besiedelt im 6. bis 5. Jahrhundert v. Chr.
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