Jezuitský profesní dům, Barockkloster in Malá Strana, Tschechische Republik
Das Jesuitenberufhaus ist ein barockes Klostergebäude in Malá Strana mit einer symmetrischen Fassade, die sich über mehrere Stockwerke erstreckt. Der Bau zeigt die charakteristische Architektur religiöser Ordenshäuser aus dieser Zeit mit schlichten, aber strukturierten Außenwänden.
Der Bau entstand zwischen 1676 und 1690 unter der Leitung des italienischen Architekten Giovanni Domenico Orsi de Orsini als Residenz für hochrangige Mitglieder des Jesuitenordens. Das Haus war Teil der jesuitischen Präsenz in Prag während einer Zeit ihrer größten Einflussnahme in der Stadt.
Das Innere zeigt religiöse Wandmalereien, darunter Werke von Josef Kramolín von 1771, die theologische und pädagogische Themen der Barockzeit darstellen. Diese Kunstwerke geben einen Einblick in die Lehren und Überzeugungen der Jesuiten während ihrer Zeit als Nutzer des Hauses.
Das Gebäude wird heute von der Fakultät für Mathematik und Physik der Universität Charles genutzt und beherbergt Konferenzräume sowie Lehrbereiche. Besucher sollten sich bewusst sein, dass dies eine aktive akademische Einrichtung ist und möglicherweise nicht alle Bereiche zugänglich sind.
Ausgrabungen im Jahr 2004 brachten Keramikfliesen einer romanischen Rotunde des heiligen Wenzel zum Vorschein, die dem heutigen Bau vorangegangen war. Diese Entdeckung zeigt, dass religiöse Gebäude an diesem Ort über Jahrhunderte hinweg nebeneinander existiert haben.
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