Chapel in Houska Castle, Gotische Kapelle in der Burg Houska, Blatce, Tschechische Republik
Die Kapelle auf Burg Houska ist ein gotischer Sakralraum im Nordflügel der Burg in Blatce. Ihr fünfseitiger Schluss ist mit einem sechsteiligen Rippengewölbe überwölbt, das knapp elf Meter hoch ist; von der ursprünglichen Gewölbegliederung blieben nur zwei tellerförmige Konsolen auf etwa 60 cm hohen Sockeln. Der Fußboden liegt tiefer als der Hof, sodass man beim Eintritt einige Stufen hinabsteigt.
Die Kapelle entstand vermutlich in den 1270er Jahren, als wohl auch die Burg vollendet wurde; Houska wurde zwischen 1270 und 1305 gegründet und 1291 erstmals schriftlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert baute die Familie Hrzán die Burg zu einem Renaissanceschloss um und teilte die Kapelle mit einer Holzdecke in zwei Geschosse, wobei die ursprünglichen Fresken übermalt wurden. Diese wurden 1928 bei einer Rekonstruktion unter Karel Fiala wiederentdeckt.
Die Wandmalereien der Kapelle wurden 1928 entdeckt und vom Team um A. Bartušek um 1330 datiert, womit sie zu den ältesten Mitteleuropas gehören könnten. Neben der Kreuzigung und Szenen aus dem Leben Mariens zeigt der Presbyteriumraum den Erzengel Michael im Kampf mit einem Drachen, und an der Wendeltreppe ist ein Kentaur gemalt.
Das Heiligtum ist während der regelmäßigen Öffnungszeiten des Schlosses für Besucher zugänglich, und Führungen in verschiedenen Sprachen können im Voraus angefordert werden. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da sich der Zugang durch das Schloss bewegt und die Innenräume unebene Böden aufweisen können.
Die 1928 entdeckten mittelalterlichen Fresken der Kapelle zeigen einen Kentauren am Wendelstein in der Nordwestecke sowie Erzengel Michael im Kampf mit einem Drachen. Das Team um A. Bartušek datierte die Malereien um 1330, womit sie zu den ältesten Mitteleuropas zählen könnten.
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