Synagoge, Kulturmonument Synagoge in Slaný, Tschechische Republik
Die Synagoge in Slaný ist ein zweigeschossiger, ost-westlich ausgerichteter Bau in der Fričova-Straße, 1865 im maurischen Stil mit neoromanischen Elementen errichtet. Das Westportal wird von Säulen gerahmt, über der Tür steht der Dekalog; der Gebetsaal ist heute in zwei Ebenen und Büros geteilt, doch eine Gewölbedecke mit Stucksternen ist erhalten, die bis 2020 einheitlich blau gestrichen wurde.
Die jüdische Gemeinde erhielt im Mai 1864 die Baugenehmigung, und bereits 1865 wurde das Gebäude in Betrieb genommen; es ersetzte den früheren Betsaal im Gasthaus „U Templu“ in der Kynská-Straße. Hier wirkte Rabbiner Filip Bondy, einer der ersten, der Tschechisch im jüdischen Gottesdienst einführte. Bis zum Zweiten Weltkrieg fanden hier Gottesdienste statt.
Die Synagoge spiegelt die Präsenz der jüdischen Gemeinde in Slaný wider, wobei ihre Architektur und der Innenraum religiöse Traditionen mit lokaler Geschichte verbinden.
Die ehemalige Synagoge steht in der Fričova-Straße, etwa 100 Meter nordöstlich des Masaryk-Platzes in Slaný. Seit 2013 befindet sich im Gebäude eine Dienststelle der Polizei der Tschechischen Republik; der frühere Betsaal ist in Büros unterteilt und nicht zugänglich. Von der Straße sind das westliche Säulenportal, die Zehn Gebote über der Tür und das runde Giebelfenster zu sehen.
Das Gewölbe des ehemaligen Betsaals trägt noch kleine Stucksterne, die früher verschiedenfarbig waren und heute einfarbig überstrichen sind; 2020 gab die Polizei an, es sei durchgehend blau. Seit 2013 befindet sich in dem Gebäude eine Dienststelle der Polizei der Tschechischen Republik.
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