Castle Jičín, Neoklassizistisches Schloss in Staré Město, Tschechien
Das Schloss Jičín, auch Wallenstein-Schloss genannt, ist ein frühbarocker, klassizistisch angepasster Komplex, der die Hälfte der südlichen Front des Valdštejnské náměstí einnimmt. Seine Fassade hat zwölf Arkadenpfeiler und zwei klassizistische Dreiecksgiebel, und die Anlage umfasst drei Höfe. Heute beherbergt es das Regionalmuseum und die Galerie mit 120.000 Sammlungsobjekten, das städtische Informationszentrum und die Kunstschule J. B. Foerster.
Die Familie Trčkové z Lípy kaufte Jičín 1487 und errichtete aus drei Bürgerhäusern einen Sitz, den späteren westlichen Renaissanceflügel. Die Smiřický ließen 1608–1616 ein Renaissancepalais mit Arkadenhof erbauen; 1620 tötete eine Pulverexplosion 41 Menschen. Albrecht von Wallenstein ließ es 1625–1633 von Andrea Spezza und Nicolò Sebregondi umbauen.
Das Schloss säumt den Valdštejnské náměstí mit zwölf Arkadenpfeilern und zwei dreieckigen klassizistischen Giebeln. Seine drei Höfe erreicht man durch Durchfahrten mit bossierten Portalen; der kleinere Westhof ist von Arkaden umgeben, der größere Osthof hat sie im Erdgeschoss an zwei Seiten. Der frühere Konferenzsalon der Allianz von 1813 gegen Napoleon ist als einziger originaler Innenraum erhalten.
Der Besuch umfasst den Zugang zu mehreren Abteilungen im Schlossgebäude mit unterschiedlichen Ausstellungen und Sammlungen. Es ist hilfreich, Zeit für die verschiedenen Bereiche einzuplanen, da jede Abteilung ihre eigenen Öffnungszeiten haben kann.
Der Konferenzsalon, in dem Vertreter Österreichs, Russlands und Preußens 1813 beschlossen, ihre Kräfte gegen Napoleon zu vereinen, ist der einzige erhaltene originale Innenraum des Schlosses. 1936 verkaufte die Familie Trauttmansdorff das Schloss an die Stadt Jičín.
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