Branišovský les, Wald nahe České Budějovice, Tschechische Republik
Branišovský les ist ein Mischwald, der sich zwischen dem Stadtteil Máj von České Budějovice und den Dörfern Branišov, Mokré und Třebín erstreckt und sich in einer Höhe von etwa 400 Metern befindet. Die Bäume sind nach Region unterschiedlich verteilt: Im Nordosten wechseln sich Fichten mit Eichen ab, während im Südwesten Kiefern vorherrschen.
Während einer Pestepidemie in den Jahren 1679 bis 1681 errichteten Behörden am Waldrand einen Friedhof mit einem zentralen Kreuz, das am 12. Oktober 1680 geweiht wurde. Dieser Ort markiert einen der dunkelsten Momente in der lokalen Geschichte, als die Krankheit viele Menschen in der Region tötete.
Der Wald ist in lokalen Erzählungen als Ort mystischer Begegnungen bekannt, wo Besucher von einer dunklen Gestalt mit roten Augen berichten, die über dem Boden schwebt. Diese Figur trägt in der Folklore den Namen Schwarzer Mann oder Waldherr und prägt seit Generationen die Wahrnehmung dieses Ortes in der Gegend.
Der Wald ist leicht zugänglich von České Budějovice aus und bietet Wege für Wanderer aller Erfahrungsstufen. Besucher sollten beachten, dass die Bedingungen in verschiedenen Teilen unterschiedlich sind und festes Schuhwerk sowie Vorbereitung auf wechselnde Waldtypen erforderlich sind.
Militärische Unterlagen deuten auf eine Untersuchung von Soldaten hin, die während des Nachtdienstes in einem besonderen Vorfall ums Leben kamen, doch die genauen Umstände bleiben in den Aufzeichnungen unvollständig. Diese wenig bekannte Episode verleiht dem Ort eine zusätzliche Schicht von Geheimnis und historischer Dunkelheit.
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