Bohemian Cretaceous Basin, Sedimentbecken im Norden der Tschechischen Republik.
Das Böhmische Kreidebecken erstreckt sich über Nordböhmen und enthält dicke Schichten aus Kreide, Kalkstein und Ton mit versteinerten Resten von Meerestieren. Die Ablagerungen reichen bis zu mehrere hundert Meter tief und zeigen die wechselnden Bedingungen eines urzeitlichen Meeres.
Das Becken entstand in der Oberkreide vor etwa 100 bis 66 Millionen Jahren, als ein flaches Meer große Teile Mitteleuropas bedeckte. Es war eine Verbindung zwischen entfernten Meeresbecken und erhielt Sedimente, die heute untersucht werden können.
Das Becken dient als natürliches Labor für geologische Bildung und zieht Studenten und Forscher verschiedener Institutionen zum Studium geologischer Prozesse an.
Verschiedene Aufschlüsse und Steinbrüche wie die Upohlavy Grube ermöglichen den Zugang zu den Schichten für Beobachtung und Sammlung. Man sollte festes Schuhwerk tragen und beachten, dass manche Orte nur mit Genehmigung betreten werden dürfen.
Die Sedimentschichten enthalten Fossilien aus warmen und kalten Zeiten vermischt durcheinander, was zeigt, dass das Klima damals schnell schwankte. Solche Mischungen sind selten und machen dieses Becken für das Verständnis der Vergangenheit besonders wertvoll.
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