Heiliger Judas Thaddäus, Barockstatue auf der Karlsbrücke, Tschechische Republik.
Die Statue des heiligen Judas steht auf der Nordseite der Karlsbrücke und zeigt die Figur in langen Gewändern mit einem Buch in der einen und einem geknoteten Stab in der anderen Hand. Das Kunstwerk gehört zu einer Serie von religiösen Skulpturen, die den Brückenverlauf strukturieren und das Erscheinungsbild des Ortes bestimmen.
Das Werk entstand 1708 unter dem Bildhauer Jan Oldřich Mayer und wurde durch die Unterstützung des Ritters František Sezima Mitrovský von Nemyšl ermöglicht. Die Schaffung dieser Statue fällt in eine Zeit, als Prag sich als Zentrum der Barockkunst etablierte und religiöse Werke öffentliche Räume prägten.
Die Figur wird von Besuchern und Einheimischen wahrgenommen als eine von vielen religiösen Darstellungen, die das Brückenbild prägen. Sie steht in einer Reihe von Heiligenfiguren, die über Jahrhunderte hinweg das spirituelle Leben der Stadt geprägt haben.
Die Statue ist das ganze Jahr über zugänglich, während man über die Brücke spaziert, da sie Teil der normalen Fußgängerroute ist. Rollstuhlgerechte Rampen ermöglichen den Zugang für Besucher mit Mobilitätseinschränkungen.
Der geknotete Stab, den die Figur hält, symbolisiert ein historisches Marterwerkzeug und erzählt eine Geschichte von frühen religiösen Verfolgungen. Dieses Detail verbindet das Kunstwerk mit einer weiteren Vergangenheit, die über die Barock-Periode hinausgeht.
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