Blatná, Naturdenkmal und Schutzgebiet in Blatná, Tschechische Republik.
Blatná ist ein 43,77 Hektar großes Naturdenkmal am Südwestrand der Stadt Blatná, Bezirk Strakonice, auf 432–452 m Höhe. Es besteht vor allem aus dem Schlosspark Zámecká obora, einem englischen Landschaftspark mit alten Solitärbäumen, dem Teich Naděje und einem Bach, während die Lomnice die Nordgrenze bildet.
Der Schlosspark im englischen Stil entstand auf Anregung von František Hildprandt zwischen 1850 und 1856 aus einem früheren Jagdrevier; bereits 1810 war im Südwestteil ein künstlicher Hügel mit Felsen und Höhlen angelegt worden. Die Regionalbehörde Südböhmen erklärte das Naturdenkmal mit Wirkung vom 2. Januar 2014 zum Schutz des Käfers Osmoderma eremita.
Der Park war ein Jagdrevier der Familie Hildprandt und wurde von František Hildprandt 1850–1856 im englischen Stil gestaltet. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden hier Damhirsche gehalten, die heute das ganze Gelände durchstreifen, das Stadtbewohner und Schlossbesucher für kurze Spaziergänge nutzen.
Das Schutzgebiet liegt am Südwestrand von Blatná in der flachen Aue der Lomnice, die seine Nordgrenze bildet. Ein Graben zweigt beim Teich Řečický rybník ab, speist den Teich Naděje und mündet im Gelände in den Fluss. Das Gelände ist eben und liegt zwischen 432 und 452 Metern.
Der Käfer Osmoderma eremita lebt nur in Höhlen alter einzeln stehender Laubbäume, die bei der Parkgestaltung erhalten blieben. Die Blatnáer Population war bei der Unterschutzstellung klein, doch die Zahl geeigneter Baumhöhlen ließ ihr Raum zur Ausbreitung.
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