Hůrka, Mittelalterliche Festung auf dem Hurka-Hügel in Stary Plzenec, Tschechische Republik
Hůrka ist eine frühmittelalterliche Wallburg auf einem langen Rücken über dem rechten Ufer der Úslava, nördlich von Starý Plzenec. Der erhaltene Wall, fast 10 m hoch, umschließt 4,1 ha mit einer Akropolis und einer Vorburg. In der Vorburg steht die Rotunde St. Peter und Paul.
Die erste schriftliche Erwähnung ist die Formel „iuxta Pilisini urbem“ in Thietmars Chronik, die die Niederlage eines bayerischen Heeres unterhalb von Plzeň im Jahr 976 während des Konflikts zwischen Kaiser Otto und Fürst Boleslav II. schildert. Die spätestens im 10. Jahrhundert als Plzeň gegründete Burg prägte nach 1010 kurzzeitig Denare des Fürsten Jaromír. Ihre Blüte erreichte sie im 12. und frühen 13. Jahrhundert; danach verlor sie an Bedeutung an die neue Stadt Plzeň, und die als Stará Plzeň bezeichnete Anlage wurde im 14. Jahrhundert aufgegeben.
Die Rotunde St. Peter und Paul ist der einzige erhaltene Bau aus der Zeit des Burgwalls, im unteren Vorhof westlich der Akropolis. Ihre Errichtung wird traditionell ins 10. Jahrhundert datiert, möglicherweise etwas später; ihr heutiges Aussehen geht auf viele Umbauten zurück. Von ihr führte ein Weg zum westlichen Tor an der Úslava hinab.
Die Stätte ist über einen Wanderweg zugänglich, der in Starý Plzenec beginnt, etwa 9 Kilometer von Pilsen entfernt. Der Ort ist ein Freiluftarchäologiegelände ohne Eintrittsgebühr und kann ganzjährig besucht werden.
Die Laurentiuskirche auf der Akropolis stammt aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, nicht aus dem 12. Die Ausgrabung zeigte, dass die dort freigelegten Fundamente zu einem späteren, kleineren gotischen Bau gehören. Die im 12. Jahrhundert errichtete Heilig-Kreuz-Kirche stand in der östlichen Vorburg; auch ihre Fundamente wurden freigelegt.
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