Villa Mucha, Neoklassizistische Villa in Bubeneč, Prag 6, Tschechische Republik
Die Villa Mucha ist ein zweigeschossiges neoklassizistisches Gebäude mit Elementen des aufkommenden Purismus in der V Tišině 781/4 in Prag 6–Bubeneč. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss dienten Wohnzwecken, das obere Geschoss beherbergte Alfons Muchas großes Atelier. Architekt Bohumil Hypšman erstellte die Pläne nach Muchas eigenem Entwurf.
Alfons Mucha ließ die Villa 1925–1928 als Familiensitz errichten; die Pläne des Architekten Bohumil Hypšman gingen auf Muchas eigenen Entwurf zurück. Der Maler starb am 14. Juli 1939 nach einem Verhör durch die Gestapo, danach zog ein Wehrmachtsoffizier ein. Nach dem Krieg wohnte hier Muchas Sohn Jiří bis zur Verstaatlichung 1950; 1990 wurde die Villa der Familie zurückgegeben, 2015 kaufte sie der Finanzier Pavel Hubáček.
Die Villa trägt den Namen von Alfons Mucha, der sie als Familiensitz errichten ließ und die Pläne selbst zeichnete; der Architekt Bohumil Hypšman arbeitete sie zum Bauentwurf aus. Mucha nutzte ein großes Atelier im Obergeschoss, und seine Kunstsammlung blieb während des Krieges im Haus.
Die Villa ist ein Privatwohnsitz in der V Tišině 781/4 in Prag 6–Bubeneč und nicht öffentlich zugänglich; man kann nur das Äußere von der Straße aus sehen. Das zweigeschossige Gebäude steht in einer Wohnstraße; das frühere Atelier lag im oberen Stockwerk. Die Botschaft Ghanas nutzte das Haus als Residenz, bis 2015 der Finanzier Pavel Hubáček es den Erben abkaufte.
Die Pläne der Villa erstellte Bohumil Hypšman nach einem Entwurf von Alfons Mucha selbst; der Maler gestaltete also das Haus, in dem er wohnte. Nach der deutschen Besetzung zog ein Wehrmachtsoffizier ein; laut Muchas Enkel John Mucha trug dieser Offizier dazu bei, dass die Kunstsammlung in der Villa blieb und die Witwe des Malers, Marie Chytilová, dort wohnen bleiben durfte, statt deportiert zu werden.
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