Štiřín Castle, Barockschloss in Štiřín, Tschechische Republik
Schloss Štiřín ist ein dreiflügeliger Barockbau in der Gemeinde Štiřín, nicht weit von Prag. Die Anlage umfasst mehrere Gebäude mit gewölbten Sälen, Freisichtmauern aus Stein und einer Freitreppe, die direkt in den angrenzenden Park führt.
Das Schloss geht auf die Wende des 17. Jahrhunderts zurück und wurde um 1750 unter Graf Salm-Reifferscheidt grundlegend umgebaut. Dabei wurde das ursprüngliche befestigte Gebäude in ein barockes Adelsschloss verwandelt.
Im Park stehen Skulpturen, die Matthias B. Braun zugeschrieben werden, darunter eine Statue des heiligen Jan Nepomucký aus dem Jahr 1764. Diese Werke sind noch heute fest in die Gartenanlage eingebunden und lassen sich beim Spaziergang durch das Gelände entdecken.
Das Schloss liegt in Štiřín und ist sowohl mit dem Auto als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Prag aus gut erreichbar. Da ein Teil des Geländes für Veranstaltungen genutzt wird, empfiehlt es sich, vor dem Besuch zu prüfen, welche Bereiche zu welcher Zeit zugänglich sind.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Schloss Kinder auf, die Konzentrationslager überlebt hatten, und zwar unter der Fürsorge des tschechischen Humanisten Přemysl Pitter. Dieses Kapitel ist heute wenig bekannt, prägte aber die Geschichte des Ortes nachhaltig.
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