Church of Saint John the Baptist, Religiöses Monument in Zaječí, Tschechische Republik.
Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers ist eine einschiffige Backsteinkirche mit polygonalem Chorabschluss und einem 43 Meter hohen Turm mit Pyramidendach. Der 12 Meter lange und 7 Meter breite Chor hat abgestufte Strebepfeiler und ein Netzrippengewölbe; das Schiff trägt ein Tonnengewölbe mit Stichkappen. Eine zweiläufige Treppe führt zum rechteckigen Eingang, unter den gekuppelten Turmfenstern sitzt ein rundes Zifferblatt.
Pfarre und Kirche sind erstmals 1222 schriftlich belegt. 1508 ersetzte eine spätgotische Backsteinkirche einen vermutlich hölzernen Vorgängerbau; ihr wehrhafter Chor mit Schießscharten im Wendelstein und in der Sakristei ist erhalten. Im 17. Jahrhundert wurde ein Langhaus angebaut. Nachdem ein Brand 1848 Dach und Turm zerstörte, wurde die Kirche 1912–1913 nach Plänen des Wiener Architekten August Kirstein umgebaut und am 19. August 1913 neu geweiht.
Die Kirche ist die Pfarrkirche der römisch-katholischen Pfarre Zaječí und wurde 1964 in das staatliche Verzeichnis der Kulturdenkmäler eingetragen. Ihre Glocken tragen lateinische Inschriften, darunter Sancte Joannes Baptista ora pro nobis auf der 0,89 m großen Glocke, die 1927 von der Brünner Glockengießerei Hiller gegossen wurde.
Das Gebäude liegt zentral in Zaječí und ist über die Hauptstraße leicht erreichbar, mit Parkplätzen in der Nähe. Die Ortschaft bietet auch lokale Restaurants und Weinstuben in der unmittelbaren Umgebung.
Hinter dem Altar fanden Arbeiter beim Umbau 1912–1913 den Zugang zu einem unterirdischen Gang; 2007 untersuchte ihn der Speleoklub Brno und maß 37 m, wohl aus dem frühen 16. Jahrhundert. Ein damals entdeckter Grabstein des Priesters Stanislav Reisinger von 1585 ist in die Südwand eingelassen.
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