Crematorium in Litoměřice, Krematorium nahe der Kalksteinbrüche in Litoměřice, Tschechische Republik.
Der Krematoriumsbau steht auf einem früheren Ziegeleigelände und enthält zwei große Öfen, die nebeneinander in dem umgewandelten Gebäude untergebracht sind. Die Struktur zeigt, wie industrielle Räume für schreckliche Zwecke genutzt wurden, und ermöglicht es Besuchern, die tatsächliche Größe und Anordnung zu verstehen.
Die Anlage wurde zwischen 1944 und 1945 betrieben und war mit dem Konzentrationslager Litoměřice verbunden, das selbst ein Außenlager von Flossenbürg war. In dieser Zeit verarbeitete das Krematorium Hunderte von Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen in dem Lager gefangen gehalten wurden.
Das Gebäude erinnert an die dunkelste Phase des 20. Jahrhunderts und bewahrt die Spuren eines Ortes, an den Menschen nicht gerne denken möchten. Besucher können heute sehen, wie die Räume beschaffen sind und verstehen, welche grausamen Handlungen hier stattfanden.
Besuche sind nur mit vorheriger Anmeldung möglich, die über das Terezín-Gedenkstättenbüro arrangiert werden muss. Führungen werden angeboten und dauern mehrere Stunden, daher sollten Besucher Zeit einplanen und sich mental auf ein ernstes Thema vorbereiten.
Das Gebäude war mit einem unterirdischen Schienensystem verbunden, das speziell dazu gebaut wurde, um Materialien und Brennstoff zu transportieren. Diese verborgene Infrastruktur zeigt, wie systematisch und industriell die schrecklichen Operationen organisiert waren.
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