New Ceremonial Hall in Olšanské hřbitovy, Krematorium im Stadtteil Žižkov, Tschechische Republik
Die Neue Trauerhalle ist ein Crematorium im Prager Stadtteil Žižkov mit einer Romanik-Revival-Architektur, die ornamentale Säulen, verzierte Gitter und kunstvolle Türen aufweist. Das Gebäude umfasst eine Kanzlei, einen Trauersaal, Bewahrungskammern und einen Verbrennungsofen für die Beerdigung der Verstorbenen.
Das Krematorium wurde zwischen 1906 und 1908 errichtet, um das ältere Gebäude zu ersetzen, das lange Zeit die Prager Jüdische Gemeinde bedient hatte. Der Neubau entstand in einer Periode, in der sich die Bestattungspraktiken modernisierten und neue Technologien Einzug hielten.
Das Gebäude zeigt Exponate über jüdische Bestattungspraktiken mit einer Sammlung von fünfzehn Gemälden aus dem 18. Jahrhundert, die traditionelle Trauerzüge darstellen. Diese Werke ermöglichen Besuchern, einen Einblick in die religiösen Rituale und Bräuche der Gemeinde zu gewinnen.
Der Ort bietet einen separaten Glasbereich, von dem aus zusätzliche Trauergäste an den Zeremonien teilnehmen können, wenn der Hauptsaal voll ist. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten und Zugangsregeln vor dem Besuch zu überprüfen, da die Einrichtung primär für Zeremonien genutzt wird.
Das Gebäude beherbergt ein Glasfenster-System, das es Trauernden ermöglicht, bei einer Zeremonie anwesend zu sein, ohne den Hauptsaal zu betreten, was eine diskrete Teilnahme erlaubt. Dieses Merkmal war besonders praktisch für größere Trauerfeiern und zeigt, wie die Architektur des frühen 20. Jahrhunderts sich an unterschiedliche Bedürfnisse anpasste.
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