Štola Prokop, Bergbautunnel in Stříbro, Tschechische Republik
Štola Prokop, auch Královská Prokopská dědičná štola oder Brokárna genannt, ist ein Stollen am rechten Ufer der Mže in Stříbro, etwa 200 Meter südöstlich des Masaryk-Platzes und unter der Bahnstrecke Plzeň–Cheb. Der Eingang liegt am Fuß des Křížový vrch (472 m). Der 700 Meter lange geführte Rundgang führt durch Gänge in neoproterozoischem Gestein, das Galenit- und Sphaleritgänge enthielt.
Das Stollensystem wurde erstmals 1513 erwähnt und diente hauptsächlich zur Entwässerung der Silberabbaustätten bis 1966. Der Betrieb endete erst, als wirtschaftliche Faktoren den Bergbau in dieser Region unwirtschaftlich machten.
Der Bergbau prägte das Leben in Stříbro seit Jahrhunderten und die Stollen zeigen, wie Bergleute hier arbeiteten und sich organisierten. Die Werkzeuge und Geräte in den Kammern geben Einblick in die alltägliche Herausforderung, Silber aus dem Gestein zu gewinnen.
Der Besuch erfordert warme Kleidung und festes Schuhwerk, da die Temperatur unter der Erde kühl bleibt. Man sollte am besten während der Führungstermine kommen und genug Zeit einplanen, um alle Bereiche gründlich zu erkunden.
1743, bei der Übernahme durch den österreichischen Staat, wurde der Stollen in C.k. Prokopi Erbstollen umbenannt; damals war er etwa 2.500 Meter lang, der Hauptschacht Göppelschacht lag 340 Meter vom Mundloch entfernt. 1863 verkaufte der Staat das Bergwerk für 16.800 österreichische Gulden an drei private Gewerkschaften.
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